Fische ziehen Lea magisch an

Lea und der Schwertfisch
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Wir hatten bei unserem Fischer am Bodensee einen frischen Zander gekauft und ihn in Zeitungspapier eingewickelt in den Kühlschrank gelegt. Es war Freitagabend. Und Fische ziehen Lea magisch an.

Am Samstag wollte ich den Fisch zubereiten, fand ihn aber nicht mehr. Außer dem Zeitungspapier war von ihm nichts mehr zu sehen. Lydia nach dem Verbleib des Fisches befragt, brachte ihn auch nicht wieder. Erst als wir uns auch außerhalb der Küche auf die Suche nach dem Fisch machten, wurden wir fündig. Lea hatte ihn genommen, sich damit im Wohnzimmer auf den Sessel gesetzt, um einen ihrer Disney-Filme anzuschauen. Der Zander übernahm die Rolle eines Kuscheltieres.

Lea und der Zander

Die Probleme lassen sich lösen

Es war nicht leicht, ihr zu erklären, dass ich die Wolle am Fisch abwaschen und den Schleim vom Fisch an ihrem Pullover entfernen wollte.
Den Werdegang des Zanders hin zu einer Mahlzeit verfolgte Lea anschießend mit kritischem Blick, aber gespannt auf das Ergebnis. Sie bekam die eine Hälfte des Fisches und wollte über die andere Hälfte mit uns streiten.

Fische sind für Lea immer schon scheinbar faszinierende Wesen gewesen. Mit acht Monaten saß sie Ostern 1993 auf meinem Schoß und wollte unbedingt etwas von der Lachsforelle essen, die da auf meinem Teller lag. Sie hat es genossen. Im Düsseldorfer Aquastaad, einem sehr großen und wunderschönen Aquarium hätte man meinen können, Lea stelle sich die Fische, die sie da so ruhig, aber konzentriert hinter den Scheiben betrachtet, an Buttersoße vor.

lea-und-felchen

Und bei einem Urlaub in der Provence saß sie gespannt vor einem Eimer. Die Jungs waren mit Freunden, die wir zufällig auf dem Campingplatz an Gorges du Verdon getroffen hatten, angeln. Keine 20 Meter davon entfernt saß ich im Schneidersitz am Strand, hatte meinen Wok und einen Gaskocher und bereitete die Fischchen, die mir immer wieder gebracht und in den Eimer mit Wasser geworfen wurden, zu. Ich nahm sie aus und frittierte sie, gab Zitronensaft dazu und binnen kurzer Zeit hatten wir alle ein leckeres Abendessen.

Lea saß wie gesagt vor dem Eimer und beobachtete die darin schwimmenden Fische. Ich hatte es nicht leicht, die Tere aus dem Wasser zu holen, immer wieder flutschten sie zwischen meinen Fingern hindurch. Plötzlich griff Lea in den Eimer hatte einen Fisch in der Hand und steckte ihn sich mit dem Kopf zuerst in den Mund. Der Fisch zappelte, Lea stutzte und nahm ihn wieder in die Hand. Schaute ihn mit großen Augen an und warf ihn wieder ins Wasser.

lea-und-doraden

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